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Schloss Saint Michel de Mourcairol

Hoch oben auf einem Felsvorsprung in 468 Metern Höhe thront die Kapelle Saint-Michel über den Ruinen der Burg Mercoirol. Diese Festung kontrollierte die alte Römerstraße, die Béziers mit Cahors verband und an Mercoirol und Rhèdes vorbeiführte. Die Burg, deren Mauern teilweise noch intaktes westgotisches Mauerwerk aufweisen, wird bereits im Jahr 990 im Testament des Vizegrafen von Béziers erwähnt.

Die Kapelle ist dem Heiligen Michael geweiht und trat vermutlich an die Stelle einer alten, dem Merkur geweihten Kultstätte, wie archäologische Funde belegen. Sie wird im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Ihr ursprünglicher Altar, der 1911 unter Denkmalschutz gestellt und inzwischen ersetzt wurde, deutet jedoch auf eine Errichtung bereits im 11. Jahrhundert hin und gehörte zum Priorat Saint-Pierre de Rhèdes und zur Abtei Villemagne-l'Argentière. 1963 wurde sie in das ergänzende Verzeichnis historischer Denkmäler aufgenommen.

Rund um die Kapelle erstreckten sich die Burg und das mittelalterliche Dorf Mourcairol über eine Fläche von vier Hektar. Mindestens fünf Jahrhunderte lang bewohnt, wurde der Ort um 1400 zugunsten anderer Siedlungen im Tal, darunter Les Aires, das 1845 zur Gemeinde wurde, verlassen. In der Neuzeit diente der Ort als Einsiedelei und später als Wallfahrtsort am 8. Mai. Er kann über einen markierten Wanderweg frei besichtigt werden. Mehrere Teile der Burg wurden restauriert. Die Zufahrt zu den Wehrmauern ist über einen Weg möglich, der an der Route des Aires, 500 Meter von der Vernière-Brücke entfernt, am Wegweiser „Le Moulinas“ beginnt.

Am 8. Mai findet jedes Jahr eine Pilgerfahrt statt.

Route
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